2.4 Krankheit, Übergabe des Geschäfts, Tod

Friedrich Wilhelm litt in den letzten Jahren an einer Lähmung.[1] Die Krankheit sowie der Einzug seiner Mitarbeiter zum Militärdienst (1848) verzögerten die Arbeiten an der Dom-Orgel erheblich. Es ist anzunehmen, dass sich Friedrich Wilhelm um die Geschäfte kümmerte, aber nicht mehr handwerklich tätig sein konnte. So vollendeten Friedrich Wilhelms Bruder Christian und sein Sohn August Ferdinand den Bau. Nach Angaben des Ahnenpasses starb er am 14. März 1852 in Olbersleben.[2] August Ferdinand „[…] hat jetzt [1851; A. d. V.] das Geschäft seines […] Vaters auf eigne Rechnung und Verantwortung übernommen.“[3] Hier sei noch einmal an das Stammbuch erinnert. Glaubt man dem oben stehenden Zitat, so ist das Geschäft auf August Ferdinand übertragen worden, noch bevor der Vater das Zeitliche segnete.

Friedrich Wilhelm hatte insgesamt vier Kinder: August Ferdinand (1817-1905), Ludwig Wilhelm Wäldner (geb. 1822; Sterbedaten unbekannt), Pauline Wäldner (geb. 1823; Sterbedaten unbekannt) und Friedrich Wilhelm Wäldner (geb. 1830; Sterbedaten unbekannt).[4] Von ihnen ist nachweißlich nur August Ferdinand Orgelbauer geworden.

Nach Serauky soll Friedrich Wilhelm „[…] der Erbauer mehrerer Kirchenorgeln in der Saalestadt […]“[5] gewesen sein. Dies trifft mehr auf August Ferdinand zu. Jedenfalls sind dem Verfasser neben der Dom-Orgel keine weiteren halleschen Instrumente Friedrich Wilhelmscher Provenienz bekannt (außer Umbauten).

 

[1] Vgl. Urania, 1851, Nr. 10, S. 115.

[2] Vgl. Ahnenpass, S. 12.

[3] Ebd., S. 12.

[4] Mitgeteilt von Christian-Alexander Wäldner/Hannover.

[5] Serauky, Halle 1942, Bd. 2,2, S. 632.

 

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